Malvasier          Zurück

(Siehe auch Malvasierseite)

Heute sind u.a. Madeira-Weine aus Malvasier gemacht und auch auf Lanzarote wird er in Vertiefungen im Lavasand angebaut. Daran kann man seine Vorliebe für karge, steinige Böden erkennen. Er ist starkwüchsig: Wenn er auf fruchtbarem Boden steht, bekommt er Stämme wie ein Baum und riesige Blätter. Die Weine werden dann je­doch nichtssagend und er neigt eindeutig zum Massenertrag. Nur auf mageren Böden entfaltet er sein volles, eigenwilliges Aroma. Es bedarf deshalb schon einer gehörigen Portion Erfahrung und viel Arbeitseinsatz, um sich in Deutschland dieser Rebsorte zu widmen.

Besondere Entfaltung findet er bei der Erzeugung von edelsüßen Weinen. Im Laufe seiner Reifung wird seine Farbe tief golden und sein Aroma immer honigartiger. Im Mittelalter war Malvasier daher auch das Synonym für mit Honig gesüßte und Kräutern gewürzte Weine. Gut vorstellbar, denn seine Aromen erinnern generell an Honig und Waldkräuter. Genießt man ihn, werden Assoziationen an einen Spaziergang durch einen feuchten Laubwald wach: feuchte Blätter, Moos und Wildkräuter. Eine Maibowle aus diesem Wein wird somit zum Erlebnis.